30. April 2015

Sei still.

Ich sitze vor meinem Computer, klicke mich ein bisschen durch's Internet und bleibe an diesem Bild hängen. "Be still". Zuerst frage ich mich, ob ich das überhaupt richtig übersetzt habe. "Sei still". Das deutsche Wort "still" heißt doch eigentlich "calm" auf englisch, oder nicht? Und das englische "still" bedeutet doch "immernoch" oder "noch". Ich google das Ganze also und muss fetstellen, dass beides stimmt. Man kann es sowohl als "Sei still", als auch als "sei immernoch", bzw. "bleib beständig" übersetzen.

Zwei starke Worte. "Sei still" - nicht als Aufforderung, als patziger Befehl gemeint. Sondern als freundliche Erinnerung. Als Erinnerung, runter zu kommen. Mal an sich selbst zu denken. Stille spüren, die Außenwelt abschalten. Das machen wir viel zu selten. Was für eine Ironie, dass ich ausgerechnet beim Schreiben dieses Posts fast wieder aus der Haut gefahren bin, weil das Bild nicht so wollte, wie ich. Es wird grau statt weiß dargestellt. Und es ist mir egal. Und warum? Weil solche Dinge egal sind. Weil man sich auf's Wesentliche konzentrieren sollte. Nicht darauf, dass eine unwichtige Kleinigkeit gerade nicht so klappt, wie man es will. Es gibt wichtigere Dinge auf der Welt. Echte Probleme. Um die kann man sich kümmern!

Dieses Bild ist für mich also nun eine Erinnerung. Ruhig zu bleiben, Stille zu spüren, abzuschalten. Und dabei trotzdem sich selbst treu - beständig sein.

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