11. Juli 2016

Urban Farming - wie ich meinen schwarzen Daumen besiegte und Radieschenmama wurde!

Mein Mann und meine Freunde sagen (mehr oder weniger) liebevoll, dass ich keinen grünen, sondern einen schwarzen Daumen habe. Bei mir geht einfach alles ein! In unserer Wohnung leben gerade mal zwei Pflanzen - beim restlichen Blumenschmuck habe ich mich auf Schnittblumen beschränkt.

Nun ist mir aber neulich spontan die Idee gekommen, Radieschen und Möhren auf unserem Balkon zu pflanzen. So eine Art Gegenbeweis quasi. Und was soll ich sagen? Es hat geklappt! Ich bin zum ersten Mal Radieschenmama geworden! Ich zeige euch heute also Schritt für Schritt den Erfolg meines Pflanzversuches.


Links: 4 Tage nach dem Pflanzen. Rechts: nach ca. 1 Woche: Man siehts - da passiert noch nicht viel. Aber ein paar kleine Triebe erkämpfen sich wacker ihren Weg ans Sonnenlicht. Schon jetzt bin ich wahnsinnig stolz und lasse das auch jeden, der jemals an meinen Fähigkeiten als Gärtnerin gezweifelt hat wissen ;)


Links: Eine Nahaufnahme von meinem ersten Radieschen alias "Hoffnungsschimmer" und nebenan die Radieschen nach etwa 10 Tagen.

 
Links: Etwa 2 Wochen sind vergangen und ich bin stolz wie Oskar. Rechts: Ich glaube das war etwa nach 2,5-3 Wochen - besonders interessant finde ich, dass die Blätter unterschiedliche Strukturen haben!


Links: Nach etwa 4 Wochen sehen sie schon so aus. An dieser Stelle habe ich vorsichtig zwei Pflänzchen entfernt und an eine freie Stelle gesetzt, damit sich auch bei jedem Pflänzchen eine Knolle bilden kann. Rechts: So sehen sie nach etwa 5 Wochen aus. SIE SIND RIESIG! Ich glaube ich war noch nie so stolz. Oben kann man auch die Möhren sehen, die sich auch endlich entschlossen haben den Radieschen Gesellschaft zu leisten. Blöd nur, dass diese bald geerntet werden können. Das war wohl nur eine kurze Freundschaft.

 
Links: Ebenfalls Woche 5. ICH SEHE EIN RADIESCHENBABY! Lang kann es also nicht mehr dauern. Rechts: Anfang der 6. Woche. Man könnte schon ernten, aber ein wenig Zeit gebe ich ihnen noch.


Nun sieht man Tag für Tag Unterschiede, sie wachsen und wachsen, genau so wie mein Stolz!


Ca. Ende der 6. Woche habe ich nun die ersten Radieschen geerntet. Sie waren etwa so groß wie Walnüsse, aber die Restlichen habe ich noch ein wenig in der Erde gelassen.


Die restlichen Radieschen wachsen also munter weiter. Eins hat es sogar so eilig, dass es über die anderen hinaus wächst. Das Radieschen das unten dran hing war allerdings klitzeklein und so holzig, dass es ungenießbar war. Aber über das Grün haben sich meine Hasen gefreut!

Die neuen Radieschen habe ich übrigens in einem Eierkarton in der Küche gepflanzt. Etwas Erde in jedes Fach, ein Samen rein und fertig. Dort sind sie sogar nach 2 Tagen schon sichtbar geworden und nach 4 Tagen sprossen sie so hoch, dass ich sie schon in den Bottich umpflanzen musste (dann sahen sie so aus wie auf dem vierten Bild!). Es ging also für den Anfang viel schneller als direkt draußen!

Nun sind die Radieschen also geerntet und bereits neue gepflanzt. Blöd nur, dass ich eigentlich keine Radieschen mag. Ein, zwei im Salat sind okay aber so pur find ich sie zum Fortlaufen. Warum hab ich sie dann eigentlich gepflanzt? Gute Frage. Für meinen Mann? Für mein Gärtnerinnen-Ego? Weiß ich auch nicht. Ist ja auch egal, hautpsache es hat geklappt ;)


Und die Moral von der Geschicht? - Freut euch über die kleinen Dinge!

Kommentare:

  1. Ich mag auch keine Radieschen. Mein Freund liebt sie aber. Danke für die Anregung, das werde ich nächstes Jahr auch mal probieren!

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  2. Schöne Geschichte! Ich mag auch gerne Radieschen, gerne auf einem Bagel oder Laugenbrötchen mit Frischkäse, so lecker!

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  3. Hahahaha ich liebe Radieschen, man kann übrigens auch smoothies aus ihnen machen :)

    Libe Grüß aus dem Wanderhotel Südtirol

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    1. Vielen Dank :) wo kommen denn auf einmal die ganzen Kommentare aus dem Hotel in Südtirol her? :)

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